Hyperbare Sauerstofftherapie bei CO-Vergiftung und Dekompressionskrankheit
Durch Geram Health
September 21st, 2025
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Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT) wird reiner Sauerstoff in einer Druckkammer eingeatmet, wodurch die Sauerstoffversorgung des geschädigten Gewebes erhöht wird. Die Therapie wird entweder in einer Ein- oder Mehrpersonenkammer durchgeführt, wobei der Druck auf das 2,5-Fache des normalen Luftdrucks erhöht wird.
Die FDA hat die HBOT für 14 Erkrankungen zugelassen, darunter schwere Gangrän, Verbrennungen, Strahlenschäden, Quetschungen und bestimmte Infektionen. Zwei der kritischsten Anwendungsgebiete sind Kohlenmonoxidvergiftung und Dekompressionskrankheit.
Kohlenmonoxidvergiftung
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das in Fahrzeugabgasen, Rauch, defekten Heizungsanlagen und anderen Verbrennungsquellen vorkommt. Es verdrängt den Sauerstoff im Blut und kann tödlich sein, insbesondere in geschlossenen Räumen. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Schwangere und Menschen mit Herz- oder Atemproblemen.
Die Symptome reichen von Kopfschmerzen, Übelkeit und Verwirrtheit bis hin zu Bewusstlosigkeit und Tod. Die sofortige Behandlung umfasst den Aufenthalt an der frischen Luft und die Gabe von 100 % Sauerstoff über eine Maske – oft für etwa vier Stunden. In schwereren Fällen kann HBOT eingesetzt werden, um das Risiko langfristiger neurologischer oder kardiovaskulärer Schäden zu verringern. Sie ist jedoch nicht in allen Krankenhäusern verfügbar und kann teurer sein als eine Standard-Sauerstofftherapie.
Dekompressionskrankheit
Die Dekompressionskrankheit (DCS) entsteht durch die Bildung von Stickstoffbläschen im Blut aufgrund schneller Druckänderungen – häufig bei Tauchern, Piloten oder Höhenarbeitern. Zu den Symptomen gehören starke Gelenkschmerzen („Taucherkrankheit“), Schwindel, Müdigkeit, Atembeschwerden und in seltenen Fällen Schock oder Tod.
HBOT ist die Hauptbehandlungsmethode bei DCS. Sie hilft, Gasbläschen aufzulösen, Schwellungen zu reduzieren und den Sauerstoffgehalt wiederherzustellen. Eine sofortige Behandlung ist unerlässlich, auch wenn sich die Symptome scheinbar bessern.
Nebenwirkungen
HBOT-Sitzungen dauern in der Regel einige Stunden und sind gut verträglich. Manche Patienten verspüren Ohrensausen oder leichte Beschwerden, die durch Druckanpassung gelindert werden können. Nach der Behandlung kann Benommenheit auftreten. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten, insbesondere bei Anwendung durch geschultes Personal in einem medizinischen Umfeld.
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