HBOT und Long Covid, ein Update
Durch Geram Health
August 9th, 2025
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Was ist Long COVID?
Long COVID, auch bekannt als postakute Folgeerscheinungen einer SARS-CoV-2-Infektion (PASC), bezeichnet einen Zustand, bei dem Betroffene nach der Genesung von der akuten Phase einer COVID-19-Erkrankung anhaltende Symptome verspüren oder neue Symptome entwickeln. Diese Symptome können Wochen oder sogar Monate anhalten und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.
Potenzielle Vorteile der Hyperbartherapie bei Long COVID
Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Hyperbartherapie potenzielle Vorteile für Personen mit Long COVID-Symptomen bieten kann. Hier sind einige Beispiele für die Wirkung der Hyperbartherapie:
1. Verbesserte Sauerstoffversorgung
Die Hyperbartherapie erhöht die im Blut gelöste Sauerstoffmenge um das bis zu 12-Fache, wodurch die Sauerstoffversorgung von Gewebe und Organen deutlich verbessert werden kann. Diese erhöhte Sauerstoffversorgung kann dazu beitragen, Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit und geistige Verwirrung zu lindern, die häufig bei Long COVID-Patienten auftreten, die möglicherweise Gewebeschäden erlitten haben und in verschiedenen Geweben noch funktionierende Zellen aufweisen.
2. Reduzierte Entzündungen
Long COVID wird oft mit anhaltenden Entzündungen in verschiedenen Körpersystemen in Verbindung gebracht. Die hyperbare Therapie hat nachweislich entzündungshemmende Wirkungen, die Entzündungen reduzieren und die Heilung des betroffenen Gewebes fördern können. Dies geschieht durch die Herunterregulierung entzündungsfördernder Chemikalien wie Zytokine und TNF-alpha.
3. Verbesserte Immunfunktion
Die hyperbare Therapie stimuliert nachweislich das Immunsystem, fördert die Produktion weißer Blutkörperchen wie Neutrophile und Makrophagen und verbessert so deren Fähigkeit zur Infektionsbekämpfung. Dieser immunstärkende Effekt kann Menschen mit Long-COVID zu einer schnelleren Genesung verhelfen und das Risiko von Sekundärinfektionen verringern.
4. Gewebereparatur und -regeneration
Long-COVID kann verschiedene Organe und Gewebe schädigen. Die hyperbare Therapie stimuliert nachweislich die Gewebereparatur- und Regenerationsprozesse durch die Mobilisierung von Stammzellen und optimiert alle Phasen der Wundheilung. Dies kann die Regeneration geschädigten Gewebes unterstützen und die allgemeine Organfunktion verbessern.
Forschungsstudien zur Unterstützung der hyperbaren Therapie bei Long-COVID
Mehrere Forschungsstudien haben den potenziellen Nutzen der hyperbaren Therapie bei Long-COVID untersucht. Eine im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Studie berichtete von signifikanten Verbesserungen von Müdigkeit, kognitiven Funktionen und Lebensqualität bei Long-COVID-Patienten, die sich einer hyperbaren Therapie unterzogen.
Eine weitere im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass die hyperbare Therapie Entzündungsmarker reduzierte und die Lungenfunktion bei Personen mit anhaltenden Atemwegssymptomen nach der Genesung von COVID-19 verbesserte.
Die Behandlungsprotokolle variieren, umfassen aber in der Regel mindestens 20 bis 30 Sitzungen an fünf Tagen pro Woche bei Drücken zwischen 1,3 und 2,0 ATA. Einzelberichte deuten darauf hin, dass ein geringerer Druck für die neurokognitive und pulmonale Erholung optimaler ist, während ein höherer Druck (2,0 ATA) idealer für systemische Entzündungen und Müdigkeit ist.
Fazit
Die hyperbare Therapie ist eine vielversprechende Behandlungsoption für Personen mit Long-COVID-Symptomen. Durch die Verbesserung der Sauerstoffversorgung, die Verringerung von Entzündungen, die Stärkung der Immunfunktion und die Förderung der Gewebereparatur kann die hyperbare Therapie dazu beitragen, die schwächenden Auswirkungen von Long-COVID zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen zu verbessern.
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